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september 2016

Konzert: Chuck Johnson

Dienstag, 20. September um 19:30 Uhr

Wer bei James Blackshaw, Daniel Bachman, Marisa Anderson, Jon Collin, Paul Metzger, Cam Deas, Ryley Walker, Steffen Basho-Junghans etc. war und zuhause seinen Meter Fahey, Basho, Windham Hill, VDSQ, Three Lobed oder Takoma Platten stehen hat, weiß wo der dicke Daumen auf der E-Saite hängen bleiben muss!

Allen anderen sei versichert: 6- und 12-saitige Gitarrenkompositionen auf der Höhe der Zeit!

Vortrag: Diana Aman "Hartz-IV Totalsanktionen als Symptom - "Lebensarbeit" als Antwort?"

Mittwoch, den 28. September um 19:30 Uhr

Über 10.000 Totalsanktionen verhängen die Jobcenter pro Jahr, was für die Betroffenen nicht nur den Verlust jeglicher Lebenshaltungskosten, sondern häufig auch der Mietzahlungen zur Folge hat. Mit der just beschlossenen neunten Neuregelung des Sozialgesetzes sind weitere Verschärfungen eingebracht. Der Entzug des Lebensnotwendigsten mit Verweis auf das Subsidiaritätsprinzip steht im juristisch unklaren Verhältnis zum Sozialstaatsgebot. Derzeit liegt dem Bundesverfassungsgericht deshalb eine Klage vor, welche die Sanktionsregelungen im Sozialgesetz auf Verfassungswidrigkeit prüfen soll.
Aber wie sollte eine Sozialleistung ohne Sanktionsandrohung aussehen? Und hat die Gesellschaft etwa kein Anrecht auf Gegenleistung der Sozialleistungsempfänger?
Welche Vorstellung steckt hinter unserem Arbeitsbegriff, der solch radikale Erziehungsmomente im Sozialsystem verordnet? Und wie angemessen ist dieses Vorgehen angesichts der voranschreitenden Technisierung und Digitalisierung des Arbeitsmarktes? Greift dieser Prozess der Technisierung auf den Menschen über oder liegt dem gar eine "Todesontologie" zugrunde, bei dem die Totalsanktion nur ein Oberflächensymptom darstellt? Ausgehend von diesen Fragen soll mit Bezügen auf Ivan Illich ein Denkversuch unternommen werden an einem neuen Begriff der "Lebensarbeit" die gegenwärtige Verirrung des Arbeitsbegriffes zu kontrastieren und Hoffnung für die Zukunft zu schöpfen.

Diana Aman ist seit 7 Jahren aktiv im Vorstand der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e. V. Berlin, welche sich sowohl für die Wiedereinsetzung der Grundrechte als auch die Abschaffung der Sanktionen innerhalb des Sozialsystems einsetzt. Nach ihrem Studium der Philosophie, Soziologie und Psychologie und mehreren Jahren der freiberuflichen Tätigkeit in verschiedenen Bereichen der wissenschaftlichen Assistenz, promoviert sie derzeit -mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Convivial- an der Universität Hildesheim zum Thema Philosophie der Arbeit.

oktober 2016

Konzert: Uwe Oberg / Eric Plandé / Jörg Fischer. Improvisierte Musik

Samstag, 01. Oktober um 20:00 Uhr

Wir freuen uns, das Trio Oberg / Plandé / Fischer zu einem Konzert im Fragmente begrüßen zu können. Über die drei Musiker schreibt sich die internationale Fach-Presse die Finger wund, weshalb wir an dieser Stelle kurz und knapp sagen:  Pflichttermin!
Für alle jungen und nicht mehr ganz so jungen Menschen mit  Sorgenfalten auf der Stirn ("improvisierte Musik?"), Brett vorm Kopf und Bohnen in den Ohren sei behelfsweise an John Cage erinnert: "You dont have to call it music if the term shocks you." So oder so: das wird was werden!

Wer die Finger jetzt vor Aufregung und Vorfreude nicht still halten kann, hat die Möglichkeit, hier einzusteigen:

Uwe Oberg - Fender Rhodes Piano
Eric Plandé - Sopran- und Tenorsaxophon 
Jörg Fischer - Schlagzeug

Vernissage: Rubab Paracha "Excogitated Cartographies"

Sonntag, 02. Oktober um 19:00 Uhr

In der deutschen Medienwelt ist die Zuwanderung der syrischen Flüchtlinge derzeit das große Thema, Rubab Parachas Ausstellung "Excogitated Cartographies" macht auf eine Flüchtlingsbewegung aufmerksam die, von unserer Öffentlichkeit mehr oder weniger unbeachtet, seit nun mehr 30 Jahren vor sich geht.
Die Künstlerin berichtet in ihren Werken von knapp drei Millionen nach Pakistan emigrierten Menschen, deren Spuren sie verfolgt. Ihr Material sind geographische Karten, Grenzen und Gebiete. Sammlungszentren und Routen der Flüchtenden Menschen sind der Gegenstand ihrer abstrakten Werke, deren Ästhetik trotz allem Schematismus von leichter und unbefangener Linienführung gekennzeichnet ist. Zwischen den Facetten der einzelnen Bilder spielt Abgrenzung und Rückzug eine wesentliche Rolle, der Leerraum zwischen den konzentrischen Kreisen wirft die Frage auf, welchen Umgang Pakistan mit seinen Immigrationsbewegungen findet und welche Wege ihm zu gehen bleiben.

Rubab Paracha studierte Medienkunst und -gestaltung in Weimar und kommt aus Karachi in Pakistan. Ihre Werke stellt sie derzeit in der Frieze Art Fair in London aus.

Konzert: Jon Collin

Mittwoch, 5. Oktober um 20:00 Uhr

Jon Collin, Gitarrist, Teetrinker, Labelbetreiber und, und, und... Ein gern gesehener Phantom Limbo Stammgast. Abstrakte, instrumentale Gitarrenmusik, akustisch und elektrisch. Warm und kalt. Immer sehr gut.
Darüber hinaus schreibt der englische WIRE: "Six-string primitivism taken to a whole other level of wildness and intuition. [...] He returns back to the same hopeful melody, again and again, and while its a world away from the desolation of Loren Connors, the sense of a guitarist playing to his own internal body clock, and playing only when he needs to play, is strikingly similar." (Derek Walmsley)

Lauscher auf beim Maschenlauf

Donnerstag, 05. Oktober um 19:30 Uhr

Nähen, Stricken, Kleidungsstücke reparieren oder upcyclen - emjott und Fragmente laden zum gemütlichen Handarbeiten ein. Materialien und Arbeitswerkzeug bringt ihr selbst mit, aber keine Sorge: für Neulinge sind ein bisschen Stoff, Wolle und Basic-Werkzeuge vorhanden. Nebenbei gibts was auf die Ohren nach Wunsch, zum Beispiel: Lila Podcast (aktuelle Folge), pentacast: Reisen ohne Infrastruktur oder eine Folge von Sherlock Holmes als Hörbuch. Weitere Vorschläge sind willkommen. Geknabbert wird, was ihr mitbringt, Getränke sind gegen Spende erhältlich.

2 links, 2 rechts und 1 fallen lassen - wir sehn uns am Donnerstag!
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