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september 2017

Konzert: Jooklo und Riccardo Sinigaglia / Günter Schlienz

Samstag, 02. September um 20 Uhr

Die offizielle Version geht so:
Jooklo Duo (Virginia Genta and David Vanzan) meet Riccardo Sinigaglia (founder of legendary Futuro Antico and Correnti Magnetiche) in November 2015 thanks to a studio session organized by Black Sweat Records in Milan. That was the beginning of a collaboration that is still very new but already solid and ever-evolving. An electro-acoustic research that resonates echos of ancient rituals, deeply rooted in improvisation and abstract structures and aiming to a complete fusion of the several sounds sources (Farfisa organ, synthesizers, reeds, percussions, magic objects...) in a bubble of breathing harmonies and challenging contrasts. Old and new dreams of Italys finest psychedelia get together for new shapes of experiments into the realm of mystic music.

Die Phantom Limbo Version:
David und Virginia begleiten unsere Konzerthavarien seit Anfang an: viele, viele Male hatten wir sie zu Gast und freuen uns, dass sie wieder da sind - dieses Mal mit Riccardo Sinigaglia von Futuro Antico (super Reissues auf Black Sweat Records, Originalkopien eher schwer zu kriegen oder teuer oder beides).

Mit von der Partie am Abend außerdem: GÜNTER SCHLIENZ! Ein Mann und seine Maschinen! Modular-Synthesizer-Phantasien für Millionen - in einer besseren Welt wäre das so! Günter war schon öfter Mal da und wir freuen uns, dass er wieder vorbeikommt! Dutzende von Veröffentlichungen sind in den letzten Jahren erschienen, auf einer Vielzahl internationaler Labels (Constellation Tatsu, Sacred Phrases, Gift Tapes, Preservation ...) und auf Günters eigenem Cosmic Winnetou Label. Kosmische Weiten zwischen Klaus Schulze, Edgar Froese, Norm Chambers und Daryl Groetsch.

Es steht ein bewusstseinserweiternder Abend bevor - wieder Mal!
Kommt zahlreich!

Vortrag: "Für Christus Volk und Vaterland? Die politische Theologie neurechter Bewegungen" Sebastian Pittel

Montag, 11. September um 19 Uhr

Das Wiedererstarken nationalistischer und rechtsextremer Gruppierungen und Tendenzen stellt eine der wichtigsten Herausforderungen gegenwärtiger europäischer Gesellschaften dar.
Von Russland über Ungarn bis hin zur AfD oder dem Front national verbindet sich diese Entwicklung dabei mit dem Rückgriff auf christliche Motive. KritikerInnen dieser Bewegungen und Parteien (auch aus Theologie und Kirche) übersehen häufig die signifikanten ideologischen Veränderungen, die innerhalb des rechten und rechtsextremen Milieus während der letzten Jahrzehnte zu beobachten sind. Dadurch werden gewisse Stereotype von den Rechten reproduziert, die eine konstruktive Auseinandersetzung und effektive Kritik erschweren.
Der Vortrag untersucht den ideologischen Hintergrund neurechter Bewegungen und ihre Form der politischen Theologie. Davon ausgehend entwickelt er Antworten auf die Frage, was man diesen Bewegungen aus philosophischer und theologischer Sicht entgegensetzen kann.

Ausstellung: Merle Richter "on care and chemicals_nr.1/chapters on ants"

Vernissage, Donnerstag 28. September um 19 Uhr

" ... a pristine stew of oil and grease, of cyanide and arsenic, of cadmium, chromium, copper, lead, nickel, silver, mercury, and zinc. I touched this fluid- my fingertip was a bluish caramel color  and it was warm and fresh."   (Sullivan, Meadowlands, 96-97)    

Die Arbeit "on care and chemicals_nr.1/chapters on ants" nimmt ihren Ausgangspunkt in einer Anordnung von gläsernen Formicarien, in denen Merle Richter eine heranwachsende Ameisenkolonie angesiedelt hat. In Richters künstlerischer Praxis vermischen sich klassische Arbeitsweisen im Umgang mit Keramik und Fotografie mit wissenschaftsähnlicher Beobachtung und laborhafter Prozessualität. Ihre Werke oszillieren unabläßig zwischen den Polen "kalter" technischer Verfahrensweisen und "warmer" affektbesetzter Taktilität. Sie sind von konzeptuellen, recherchebezogenen, performativen und- was das Skulpturale angeht- ephemeren Momenten geprägt.

Merle Richter wurde 1985 in Bad Schwalbach geboren. Sie studierte zunächst Bildhauerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Freie Kunst an der Städelschule Frankfurt am Main und an der staatlichen Akademie der bildenden Künste Karlsruhe. 2014 erhielt sie ihre Meisterschülerauszeichnung bei John Bock in Karlsruhe. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Vortrag: "Die Technik als Schicksalsfrage der Moderne" Wilhelm Metz

Freitag, 29. September um 19 Uhr

Die Technik und ihr unaufhaltsamer Fortschritt durchdringen sämtliche Lebensbereiche des modernen Menschen und verwandeln sie einschneidend.
Ein Napoleon-Wort abwandelnd können wir die Technik "als unser aller Schicksal" bezeichnen; über dieses haben namhafte Philosophen tiefgehende Reflexionen angestellt, die im Vortrag dargestellt und diskutiert werden. Martin Heidegger versteht die moderne Technik als ein "Seinsgeschick" und entzieht sie damit der menschlichen Verfügbarkeit. Hans Jonas möchte die ungeheure Macht, die dem Menschen durch die moderne Technik zugefallen ist, mit einer "Ethik der Verantwortung" versehen. Vittorio Hösle sieht das Paradox der Technik, im weiteren, auch die Vor-Moderne einschließenden Sinn, darin, dass ohne sie der Mensch gar nicht zum Menschen geworden wäre, dass aber andererseits die moderne Technik das Ende des Menschen bedeuten könnte.
Der Vortrag stimmt dem Urteil Hösles zu, dass die Technik zu einem "Schlüsselproblem" der Philosophie geworden ist.

oktober 2017

Einführungsveranstaltung zu Ivan Illich (IV)

Montag, 9. Oktober um 19 Uhr

In dieser Reihe wird Marianne Gronemeyer eine Einführung in das Leben, das Denken und das Handeln von Ivan Illich geben.
"[...] je mehr ich ihn lese, desto genauer werde ich inne, wieviel gelehrtes Hinterland sich hinter jedem seiner Sätze auftut oder verbirgt. Aber keine Sorge, einen Zugang zu ihm findet man allemal, denn er wendet sich mit seinem Nachdenken an die Erfahrungen und den "gesunden Menschenverstand" vernünftiger Leute. Er argumentiert mit Geschichten, Begegnungen und Erlebnissen und sucht Erhellendes in ganz konkreten Begebenheiten. Das Konkrete ist das Wunder der Wirklichkeit, nach dem sich alle Theorie zu richten hat.
Wir werden kurze Texte von Illich zu dem Thema des jeweiligen Treffens lesen, Illich also selbst sprechen lassen. Gelegentlich werden wir sehen, wie sich seine Haltung zu einem Gegenstand im Laufe seines Lebens verändert hat, und trotzdem erstaunt sein, wie brandaktuell seine Pamphlete der frühen siebziger Jahre sind." Marianne Gronemeyer 
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