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"AND ANTS ANY_no.1: on care and chemicals" - Merle Richter

Oktober 2017

" ... a pristine stew of oil and grease, of cyanide and arsenic, of cadmium, chromium, copper, lead, nickel, silver, mercury, and zinc. I touched this fluid- my fingertip was a bluish caramel color  and it was warm and fresh."
(Sullivan, Meadowlands, 96-97)     

Die Arbeit "AND ANTS ANY_no.1: on care and chemicals" nimmt ihren Ausgangspunkt in einer Anordnung von gläsernen Formicarien, in denen Merle Richter eine heranwachsende Ameisenkolonie angesiedelt hat. In Richters künstlerischer Praxis vermischen sich klassische Arbeitsweisen im Umgang mit Keramik und Fotografie mit wissenschaftsähnlicher Beobachtung und laborhafter Prozessualität. Ihre Werke oszillieren unabläßig zwischen den Polen "kalter" technischer Verfahrensweisen und "warmer" affektbesetzter Taktilität. Sie sind von konzeptuellen, recherchebezogenen, performativen und- was das Skulpturale angeht- ephemeren Momenten geprägt.

Merle Richter wurde 1985 in Bad Schwalbach geboren. Sie studierte zunächst Bildhauerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Freie Kunst an der Städelschule Frankfurt am Main und an der staatlichen Akademie der bildenden Künste Karlsruhe. 2014 erhielt sie ihre Meisterschülerauszeichnung bei John Bock in Karlsruhe. Sie lebt und arbeitet in Berlin. 

Finissage, Samstag 28. Oktober um 18 Uhr. Im Anschluß an die Finissage findet eine Filmvorführung von "Flipping the Stationary Car" um 20:30 Uhr statt (weiteres dazu im Program)

"FALL" - Nici Tierak

Juli/ August 2017

Vor einigen Jahren unternahm die Künstlerin Nici Tierak einen Ausflug in das Filmhandwerk, als sie sich wieder den Leinwänden zuwandte ist eines geblieben, das schwarze Bildnegativ: sie grundiert ihre Bilder schwarz. 

Alles ist der endlosen Schwärze überlassen, in die sie ihre Welt taucht. 

Und dann plötzlich: ein Ereignis, eine Explosion in Farbe. So intensiv, so plakativ ist die Präsenz der Farbe in Nici Tieraks Werken und doch zugleich so vergänglich. Für den Moment eingefangen, auf dem Höhepunkt ihrer Kraft, bevor im nächsten Augenblick wieder das Schwarz gewinnen kann. Die Farbe ist wie ein Gefühlsausbruch in Mitten von Verzweiflung. Ein rohes, ungestaltetes Gefühl. Aber es ist feurig, es ist brennend genug um in eine bodenlose Schwärze einzudringen und Raum zu machen. Tatsächlich entwickeln die farbigen Elemente eine unwahrscheinlich Plastizität, sie treten auf uns zu, sie verständigen sich mit uns. 

Vielleicht wollen sie mitteilen, dass uns in einer Welt der Verhängnisse nicht die Rationalität, sondern die bloße Emotion retten kann.

Ausstellungen

"FRESH Gedruckt" Eine Druckgrafikkunstaustellung der amerikanischen Künstler: Caroline Annandale & Aaron Artrip

Samstag, 24 Juni 2017

Die Künstlerin Caroline Annandale wurde 1983 in Los Angeles, Kalifornien geboren. 2012 erhielt sie an der Kennesaw State Universität ihren Bachelor in Malerei. Kurz darauf zog sie nach Deutschland, wo sie seitdem als freiberufliche Künstlerin arbeitet. Caroline ist eine ausgebildete Kfz-Mechanikerin, Kriegsveteranin, Malerin, Filmemacherin, und eine Sängerin in einer all girl Rock Band. Ihre aktuelle Serie mit Linoleum Drucken ist eine Kollektion satirischer Selbstporträts. Hier gestattet sie einen Einblick sowohl in ihre eigenen Schwächen, Laster, geistlichen Profanitäten, als auch in ihr Verlangen ab und zu einfach dämlich zu sein. Manche nennen es vielleicht Sakrilegisch, andere würden es PUNK ROCK nennen! 

Aaron Artrip ist ein amerikanischer Graphiker, Künstler und Musiker, geboren 1987 in Atlanta Georgia. Seine neusten Werke, die während seines Studiums an der Georgia State Universität entstanden, legen ihren Fokus auf traditionelle Drucktechniken sowie das "Meditative Mark Making". Bei seinen Arbeiten sind sein Werkzeug und die dadurch auferlegten Limitationen, wie auch die Improvisation von zentraler Bedeutung. Mit einer beinah wissenschaftlichen Herangehensweise bei der Entstehung, erkennt man in Aarons Werken sein Interesse für Systeme und Regeln; wie aber auch für Meditation und Intuition.

"Albdruck und Sommerfrische" - Albina Gräfe und Christian Schoppik

Juni 2017

Albina Gräfe legt in ihren Fotografien keinen Fokus auf bestimmte Sujets, vielmehr fängt Sie ein, was oft nur rauschhaft, im Vorbeischauen, wahrgenommen wird. So bilden Empfindungen und Stimmungen den zeitlosen Rahmen der eingefangenen Momente. Dabei tritt alles Belebte, mit Schlieren der Bewegung und Schleiern der sich ausdehnenden Zeit, in den Vordergrund und das zwischen den Dingen Liegende wird zum Hauptakteur. 

Um Christian Schoppiks Malerei zu beschreiben, kommt man nicht umhin, auf deren Ähnlichkeiten zum deutschen Expressionismus und der osteuropäischen Naiven Malerei zu verweisen. Mit vielfältigen, satten Farben und groben Konturen wird hier Triviales zu Magischem. Ob in Natur oder WG-Küche, alle Dinge scheinen symbolisch und mythologisch geladen. 

Zur Eröffnung der Ausstellung spielte der in Berlin lebende Musiker Ben Whitehill ein Konzert für prepared guitar. Musik, die er selbst als "difficult folk" bezeichnet und die der scheinbaren Idylle in den Bildern von Albina und Christian akustisch entspricht.

"Excogitated Cartographies" - Rubab Paracha

Oktober 2016

In der deutschen Medienwelt ist die Zuwanderung der syrischen Flüchtlinge derzeit das große Thema, Rubab Parachas Ausstellung "Excogitated Cartographies" macht auf eine Flüchtlingsbewegung aufmerksam die, von unserer Öffentlichkeit mehr oder weniger unbeachtet, seit nun mehr 30 Jahren vor sich geht.
Die Künstlerin berichtet in ihren Werken von knapp drei Millionen nach Pakistan emigrierten Menschen, deren Spuren sie verfolgt. Ihr Material sind geographische Karten, Grenzen und Gebiete. Sammlungszentren und Routen der Flüchtenden Menschen sind der Gegenstand ihrer abstrakten Werke, deren Ästhetik trotz allem Schematismus von leichter und unbefangener Linienführung gekennzeichnet ist. Zwischen den Facetten der einzelnen Bilder spielt Abgrenzung und Rückzug eine wesentliche Rolle, der Leerraum zwischen den konzentrischen Kreisen wirft die Frage auf, welchen Umgang Pakistan mit seinen Immigrationsbewegungen findet und welche Wege ihm zu gehen bleiben. 

Rubab Paracha studierte Medienkunst und -gestaltung in Weimar und kommt aus Karachi in Pakistan. Ihre Werke stellt sie derzeit in der Frieze Art Fair in London aus.

"Individuelle Färbung" - Vanessa Sorgenfrei

Juni 2016

"Ich denke an nichts, wenn ich male, ich sehe Farben" Paul Cézanne
Dieses Zitat passt sehr gut zum ersten Eindruck, den die Bilder von Vanessa Sorgenfrei vermitteln - denn Farbe ist ein zentrales Element darin. Auf den zweiten Blick merkt man, dass die Bilder gerade dadurch eine besondere Stimmung wiedergeben, in der das Gesehene verstärkt und gewandelt erscheint. Eine Landschaft, eine Stimmung, eine Erinnerung, eine individuelle Erfahrung der Wirklichkeit leuchtet uns entgegen. Die Farbgebung hat sie intensiviert und zugleich entfremdet. Goethe spricht in seiner Farbenlehre auch von "Gemütsstimmungen", die den einzelnen Farben zukommen. Und doch wirken Sorgenfreis Bilder auf jeden Menschen einzigartig und transportieren durch die individuellen Erfahrungen angereichert, immer wieder ein neues Erlebnis. Mit der Palette der Farbe bringt Vanessa Sorgenfrei, angelehnt an die Stilrichtung des Expressionismus, die eigenen Erlebnisse und Eindrücke auf die Leinwand. Der Betrachter jedoch wird in jedem Bild seine eigenen Stimmungen entdecken und Erinnerungen damit verknüpfen können, so dass jedes Bild in ihm eine "individuelle Färbung" hinterlässt.

"Of Unknown Origin" - Johannes Schebler

April 2016

Kühle Landschaften und Gesichter aus einer Zeit zwischen den Welten.  Alte Fotografien, die einmal die Realität abbilden sollten, vermischen sich mit surrealen Formen.  Zweite Gesichter wachsen wie Pflanzen aus den bestehenden Elementen hervor, umschlingen die Menschen in den Fotos und geben ihnen eine neue Erscheinungsform. Als nebulöse Schichten zeigen sich Ausstrahlungen. Aus manchen von ihnen bilden sich gar fremde Lebewesen.
Johannes Schebler arbeitete für die Serie "Of Unknown Origin" mit kleinformatigen schwarz-weiß und sepia Fotografien aus secondhand Läden. Ausgangsmotive sind weite Landschaften und Portraits, die mit Acrylfarbe, Tusche und Bleistift übermalt wurden. Minimalistische geometrische Formen und wenige Pinselstriche verändern die Wirkung des ursprünglichen Fotos. In anderen Bildern sind es feine ausgearbeitete wellenförmige Striche oder die Colorierung von Bildflächen, die eine andere Realität erschaffen. Die Betitelung der Arbeiten mit römischen Zahlen unterstreicht den anonymen Charakter dieser Serie und erweckt den Anschein eines Archivs der Fundstücke unbekannter Herkunft.
Text: Claire Dorweiler

"Kurzurlaub von unten" - Mela Kühnlein

November 2015 bis Februar 2016

Die Ausstellung läd dazu ein, etwas von dem wiederzuentdecken, das sonst im Alltag untergeht. Bei den Bildern von Mela liegt man auf einmal (zumindest gefühlt) und schaut nach oben in eine luftig-bunte Welt.
Sie erzählt von Wolken und davon, wenn im Mai noch Schnee liegt. Da ist ein Versinken im Nebel oder in Frühlingsfeldern. Der Duft von Sommerfrische und Gewitter. Das Leuchten von Magma. Es ist ein Blick aus dem Gras heraus, während um einen herum ein leises Rascheln zu hören ist. 

Zu all dem und einigem mehr heißen wir am ersten Adventwochenende willkommen!  Für alle, die schon jetzt eine große Portion Farbe für den grauen Winter auftanken wollen.

"Wenn das Denken zum Stillstand kommt...bleibt ein Bild" - Frederic Ecker

Mai 2015

Die Ausstellung zeigt neun Bilder und zwei Skulpturen von Frederic Ecker, die durch zwei essentielle Grundgedanken miteinander verbunden sind. Zum Einen stellt der Künstler in seinen Arbeiten das "gemacht Sein" der Werke bewusst heraus. Kurz gesagt: die Werke wollen deutlich machen, dass die "Verzauberung der Welt" selbst geschaffen werden kann. Sie wollen den Betrachter ermutigen in der entzauberten Welt der Gegenwart irrationale Ansätze und Handlungen der Mystifizierung wieder aufzunehmen. 
Zum Anderen dienen die Werke dem Künstler auch als Möglichkeit der Fixierung von Gedankenkonglomeraten sowie deren Erweiterung. Wie in ein Tagebuch können zermürbende, belastende oft zum Scheitern verurteilte rationale Auseinandersetzungen niedergelegt und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen werden. Neben Öl- und Acrylfarben arbeitet Frederic Ecker auch mit Materialien wie Salz, Holz, Draht, Papier und Fundstücken, um über die Bildfläche hinaus in die Dreidimensionalität zu gehen. 

Künstlerische Beratung: Johanna Ranacher/ Foto: Johanna Kuby

"Körper Fragmente" - Christa Göppert

März 2015

Skizzen, Collagen und Materialmix sind Ausgangspunkte und Teil der ausgestellten Bilder. Kaltes Blau, verblasstes Gelb und aggressive (rote) Linien dominieren. Die Bildräume sind bis auf wenige Ausnahmen offen. Angedeutete Figuren zerfließen in Landschaften oder sind stark begrenzt, zusammengesetzt oder aneinandergereiht.  Vergänglichkeit, Verletztheit und inniges Zusammen-gehalten-sein, bilden in der fragmentarischen  Arbeitsweise Positionen, die dem idealen Menschenbild (Frauenbild), wie es in den Medien vorherrscht, entgegen stehen. - Kassandra, die Ruferin des Schreckens, ist kaum hör- oder sichtbar in dem beschleunigten, weltweit vernetzten Internet- und Technikzeitalter. Weitere Themenschwerpunkte ihrer bisherigen Arbeit sind: u. a. Ikarus, Torso, Flucht, Farbsichten. 

Christa Göppert studierte Kunst, Deutsch und Philosophie für das Lehramt in Esslingen. Sie war Lehrerin in der Primarstufe, Sekundarstufe I und der gewerkschaftlichen und kulturellen Erwachsenenbildung. Längere Arbeitsaufenthalte in Italien und Studienaufenthalte, z. B. auch in Nicaragua, Marokko, China, Spitzbergen, regelmäßige Kurse und Fortbildungen in der Malerei und im Zeichnen, intensivieren ihre künstlerische  Arbeit. 

"Almost Finished" - Marie Grunwald

29. Januar 2015

"Macht Rhizome und keine Wurzeln! Seid nicht eins oder viele, seid Vielheiten!"
(Deleuze & Guattari)

Der Titel bezieht sich auf die konzeptuelle Arbeitsweise der Künstlerin, die sich die Frage stellt: Wann ist etwas fertig?
In dieser Ausstellung zeigt sie einen Auszug aus ihrem Baustellenarchiv: auf Bierdeckel gedruckte Fotografien von Rohbauten, die zu Kartenhäuser aufgebaut werden; Installation & Konstruktion.
Grunwalds Arbeit bleibt unfertig, prozessual. Der Künstler wird Bauarbeiter, der Bauarbeiter zum Künstler. Beide treten miteinander in Beziehung. Andere Arbeiten dieses Zyklus sind "Work In Progress", bei der Grunwald Fotografien von Baustellen auf Puzzles gedruckt hat. Die Bau-Arbeit wird zum Spiel, die intensive Recherche findet einen spielerischen Ausdruck.

Marie Grunwald studiert an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und lebt und arbeitet in Berlin und Warschau. Ihre Arbeiten werden nur kurz bei uns zu sehen sein, also nicht verpassen!

"Nature vs. Nausea" - E.M.C. Collard

Dezember 2014

Der Titel konterkariert die Debatte "Nature vs. Nurture", also die Frage, ob Natur oder kulturelle Prägung für die Entwicklung des Menschen von größerer Bedeutung sei und schlägt vor:

"Natur vs. Brechreiz"! Leben wir in einer Welt, die sich an kultureller Leistung überfressen hat? Deren Überangebot an Leben, Erleben und Spaßhaben bei uns vielleicht doch nur zum Brechreiz führt?
Mit einem Augenzwinkern malt E.M.C. Collard die Natur: Blumen, Pflanzen, Blätter in zarten Pastelltönen. Unter ihrem Blick verwandeln sich die harmlosen Schönheiten, werden überformt und umgeformt, zerspringen mitunter in chaotische Formen oder zeigen sonderbare Fratzen.
Collard lässt den naiven Blick auf die Natur nicht mehr zu: offenbar kann auch in der Welt der Blumen nur noch ein übervolles, ein überreiztes Angebot überzeugen.

Collard studierte Kunst in London, unter anderem am Royal College of Art und lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

"Vor und hinter dem Spiegel deiner Augen" - Johannes Schebler

November 2014

In der Tradition des Symbolismus und des Surrealismus bis hin zum Neo-Expressionismus der "Neuen Wilden" (Helmut Middendorf, Albert Oehlen...) malt der Wiesbadener Künstler Johannes Schebler Bilder, die sich als die Realität des Sichtbaren übersteigende Kommentare zum postmodernen Leben betrachten lassen. Figuren in ständiger Bewegung bis hin zur Auflösung, fließende Übergänge und verschwimmende Konturen kennzeichnen seine Bilder: Permanente Veränderung und endlose Metamorphosen - oft in allen Farben schillernd und grell, immer wieder aber auch dunkel und abgründig in Szene gesetzt.

Diese ans Unbewusste menschlicher Existenz heranreichende Ästhetik teilen Johannes Scheblers Bilder mit musikalischen Strömungen der Gegenwart, daher wird zur Eröffnung der Ausstellung am 08. November 2014 ein Konzert mit komplementären Klängen zu den Bildern von Johannes Schebler stattfinden.

Aus Belgien wird Glen Steenkiste zu Gast sein, der unter dem Namen Hellvete minimale Drone-Musik in geistiger Nachbarschaft zu La Monte Young, Pauline Oliveros oder Yoshi Wada spielt. Deep Listening mit Harmonium und Shruti-Box.
Den Abend eröffnen wird Marko Martini alias Least Carpet, der eine indische Shahi Baaja, spielt, das ideale Instrument zum Auftakt eines synästhetischen Abends.

"Übergänge - sehen und hören" - verschiedene Künstler

Juli 2014

Einladung zu einem Schwellenerlebnis. Fotografien, Texte und Hörperformance von I. Chrorasch, Ch. Göppert, I. Puzikina, E. Springer-Heintze, M. und L. Schauerhammer.

Bernhard Magner

Januar 2013

Bernhard Mager wird seine Ausstellung bei Käse, Wein und Piano eröffnen und lädt dazu ein, sich in die Entstehung seiner formen- und farbenreichen Bilder zu vertiefen, die aus vielen kontrastreichen Schichten bestehen, vom Künstler übereinander und ineinander gefügt.

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